Geschichte

 


Da unser Qualitätsjournalimus die Angewohnheit hat Aussagen bestimmter Persönlichkeiten zu verschweigen oder etwas verdreht  wiederzugeben hier eine kleine Sammlung mit Übersetzungen: 

 

 

DeRu
Russland-Putin-Reden

  

 

Syrien Infos
Assad-Syrien-Bürgerkrieg Infos

 

 

Alexis Tsipras’ “Griechische Bevölkerung soll entscheiden”

 

 

IRAN
Amadinedschad 2010 - UNO
Kuba
Ein paar Fakten zu Kuba

 

 

 

 

Die Knechtung der "ehemaligen" französischen Kolonien

 Informationen zu ABC Waffen und was sie anrichten 

    

 

ABC Waffen
Informationen zu ABC Waffen

 Friedlicher Widerstand - wie? Eine Kleine Anleitung    

 Eine Liste der US-amerikanischen Segnungen für die Welt seit 1945 - "Der Mord beim Demokratieexport" 

 

Pentagon
Bild: Bernd Wachtmeister/pixelio.de

 

 

 

Info's zu Gender Manipulation  

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Sundrus = althochdeutsch Eigenland; Freiland


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Valdai-Club 2017: Putins gesamte Rede in deutschem Wortlaut


Vielen Dank. Ich bin mir nicht sicher wie optimistisch mein Vortrag klingen wird, aber ich weiß, dass Sie in den letzten Tagen sehr lebhafte Diskussionen geführt haben. Ich werde versuchen, wie es mittlerweile üblich geworden ist, Ihnen zu sagen was ich über einige Themen denke. Nehmen Sie es bitte nicht übel, wenn ich etwas sage, was bereits gesagt wurde, da ich nicht alle Diskussionen verfolgt habe.

Zunächst möchte ich Herrn Karzai, Herrn Ma, Hernn Tojem unsere Kollegen und alle unsere Freunde willkommen heißen. Ich kann viele bekannte Gesichter im Publikum sehen. Willkommen zum Valdai Club Treffen. Traditionell geht es in diesem Forum darum, die dringlichen weltpolitischen und wirtschaftlichen Fragen zu diskutieren.

Diesmal haben die Organisationen, wie bereits erwähnt, eine ziemlich schwierige Herausforderung für die Teilnehmer in  Angriff genommen, nämlich über den Horizont hinauszublicken und darüber nachzudenken, wie die kommenden Jahrzehnte für Russland und die internationale Gemeinschaft aussehen könnten. Natürlich ist es unmöglich, alles vorherzusehen und alle Chancen und Risiken, denen wir gegenüberstehen zu berücksichtigen.

Wir müssen aber die wichtigsten Trends verstehen und spüren, Antworten auf die Fragen, die uns die Zukunft stellen wird, suchen und diese werden sicher noch mehr aufwerfen. Das Tempo der Entwicklungen ist so schnell, dass wir auf sie ständig und schnell reagieren müssen. Die Welt ist in eine Zeit des schnellen Wandels eingetreten. Dinge, die noch vor kurzer Zeit als fantastisch oder unerreichbar bezeichnet wurden, sind Realität geworden und gehören zum Alltag. Qualitativ neue Prozesse entfalten sich gleichzeitig über alle Bereiche hinweg. Das rasante öffentliche Leben in verschiedenen Ländern und die technologische Revolution sind mit dem Wandel auf der internationalen Bühne verbunden.

Der Wettbewerb um einen Platz in der globalen Hierarchie verschärft sich. Doch viele alte Rezepte für „Global Governance“, Konfliktbewältigung und natürliche Widersprüche sind nicht mehr anwendbar, scheitern oft und neue sind noch nicht ausgearbeitet.

Natürlich stimmen die Interessen der Staaten nicht immer überein, im Gegenteil. Das ist normal und natürlich. Das war immer schon so. Die führenden Mächte haben unterschiedliche geopolitische Strategien und Sichtweisen für die Welt. Die ist das unveränderliche Wesen der internationalen Beziehungen, die auf der Ausgewogenheit zwischen Kooperation und Wettbewerb basieren. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, wenn die Einhaltung und sogar das Bestehen universeller Verhaltensregeln in Frage gestellt wird… wenn Interessen jeden Preis durchgesetzt werden, dann werden Konflikte unberechenbar und gefährlich und führen zu gewaltsamen Konflikten. Unter solchen Umständen und einem solchen Rahmen kann kein einziges wirkliches internationales Problem gelöst werden, und die Beziehungen zwischen den Ländern verkommen einfach.

Die Welt wird weniger sicher. Anstelle von Fortschritt und Demokratie wird radikalen Elementen und extremistischen Gruppen, die die Zivilisation ablehnen und sie in die uralte Vergangenheit, in Chaos und Barbarei zu stürzen suchen, freie Hand gelassen.

Die Geschichte der letzten Jahre veranschaulicht dies ziemlich klar.

Es genügt wenn man sieht, was im Nahen Osten geschehen ist, wo einige Player versucht haben, das Land nach ihrem Geschmack umzugestalten und ihm ein ausländisches Entwicklungsmodell durch von außen inszenierte Putschversuche oder einfach mit Waffengewalt aufzuzwingen. Anstatt gemeinsam an der Überwindung der Situation zu arbeiten und dem Terrorismus einen wirklichen Schlag zu versetzen, simulieren einige unserer Kollegen einen Kampf gegen ihn und tun alles in ihrer Macht Stehende, um das Chaos in dieser Region dauerhaft zu machen.

Einige denken immer noch, dass es möglich ist, dieses Chaos zu steuern. Inzwischen gibt es einige positive Beispiele aus jüngster Zeit. Wie sei vermutlich erwartet haben, beziehe ich mich auf die Erfahrung Syriens. Sie zeigt, dass es eine Alternative zu einer solchen arroganten und zerstörerischen Politik gibt. Russland stellt sich gemeinsam mit der rechtmäßigen syrischen Regierung und anderen Staaten der Region gegen Terroristen und handelt auf der Grundlage des Völkerrechts. Ich muss sagen, dass diese Maßnahmen und die Fortschritte nicht ohne Schwierigkeiten waren. In der Region gibt es viele Meinungsverschiedenheiten. Aber wir haben uns mit Geduld gestärkt und arbeiten, unter Abwägung aller Schritte und Worte, mit allen Beteiligten dieses Prozesses unter Berücksichtigung ihrer Interessen zusammen.

Unsere Fortschritte, deren Ergebnisse erst kürzlich von unseren Kolleginnen und Kollegen in Frage gestellt wurden, geben uns jetzt – ich sage es vorsichtig – Hoffnung. Sie haben sich als sehr wichtig, korrekt, professionell und pünktlich erwiesen.

Oder nehmen Sie ein anderes Beispiel – der Clinch um die koreanische Halbinsel. Ich bin sicher, dass Sie heute ausführlich auf dieses Thema eingegangen sind.

Ja, wir verurteilen die von Nordkorea durchgeführten Atomtest unmissverständlich und stehen uneingeschränkt im Einklang mit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zu Nordkorea. Kollegen, ich möchte dies unterstreichen, damit es keine willkürliche Auslegung gibt. Wir erfüllen alle Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Dieses Problem kann natürlich nur im Dialog gelöst werden. Wir sollten Nordkorea nicht in die Enge treiben, mit Gewalt bedrohen, mit unverschämten Unhöflichkeiten oder Beleidigungen begegnen.

Ob man nun das nordkoreanische Regime mag oder nicht, wir dürfen nicht vergessen, dass die Demokratische Volksrepublik Korea ein souveräner Staat ist. Alle Streitigkeiten müssen zivilisiert beigelegt werden. Russland hat einen solchen Ansatz immer bevorzugt. Wir sind der festen Überzeugung, dass selbst die komplexesten Knoten – sei es die Krise in Syrien oder Libyen, die koreanische Halbinsel oder etwa die Ukraine – nicht abgeschnitten, sondern gelöst werden müssen.

Die Situation in Spanien zeigt deutlich, wie fragil Stabilität auch in einem prosperierenden und etablierten Staat sein kann. Wer hätte noch vor kurzem erwartet, dass die Diskussion über den Status Kataloniens, die eine lange Geschichte hat, zu einer akuten politischen Krise führen würde? Die Position Russlands dazu ist bekannt. Alles, was dort geschieht, ist eine innere Angelegenheit Spaniens und muss auf der Grundlage des spanischen Rechts im Einklang mit demokratischen Traditionen geregelt werden. Wir sind uns bewusst, dass die Führung des Landes Schritte in diese Richtung unternimmt. Im Fallen Kataloniens haben wir erlebt, dass die Europäische Union und eine Reihe anderer Staaten einstimmig die Befürworter der Unabhängigkeit verurteilt haben.

Sie wissen, in diesem Zusammenhang komme ich nicht umhin festzustellen, dass man früher hätte über dieses Thema nachdenken müssen. Was, niemand war sich diesen jahrhundertealten Meinungsverschiedenheiten bewusst?

Doch das waren sie, nicht wahr? Natürlich waren sie das. Doch irgendwann haben sie tatsächlich den Zerfall einiger Staaten in Europa begrüßt, ohne ihre Freude dabei zu verbergen. Warum waren sie so gedankenlos, angetrieben von flüchtigen politischen Erwägungen und ihrem Wunsch, ihren großen Bruder in Washington zu erfreuen – ich sage es ganz offen -, die Sezession des Kosovo… bedingungslos zu unterstützen und damit ähnliche Prozesse in anderen Regionen Europas und der Welt zu provozieren?

Sie erinnern sich vielleicht daran, dass, als die Krim auch ihre Unabhängigkeit erklärte und dann – nach dem Referendum – ihre Entscheidung, Teil Russlands zu werden, aus irgendeinem Grund nicht begrüßt wurde.

Jetzt haben wir Katalonien. Ein ähnliches Problem gibt es auch in einer anderen Region, in Kurdistan. Vielleicht ist diese Liste nicht vollständig. Aber wir müssen uns fragen, was werden wir tun? Wie sollen wir uns verhalten? Es stellt sich heraus, dass einige unserer Kollegen denken, es gäbe „gute“ Kämpfer für Unabhängigkeit und Freiheit, und es gibt „Separatisten“, die nicht berechtigt sind, ihre Rechte zu verteidigen, auch nicht mit Hilfe demokratischer Mechanismen. Wie wir immer in ähnlichen Fällen sagen, stellt eine solche Doppelmoral – und das ist ein anschauliches Beispiel für Doppelmoral –  eine ernste Gefahr für die stabile Entwicklung Europas und anderer Kontinente sowie für die Weiterentwicklung der Integrationsprozesse weltweit dar.

Die Verfechter der Globalisierung versuchten uns einst zu überzeugen, dass die universelle wirtschaftliche Wechselbeziehung eine Garantie gegen Konflikte und geopolitische Rivalität sei. Leider ist das nicht passiert. Darüber hinaus wurde die Natur der Widersprüche immer komplizierter, mehrschichtiger und nichtlinearer. Zwar ist die Vernetzung ein hemmender und stabilisierender Faktor, aber wir erleben auch immer mehr Beispiele dafür, wie die Politik die wirtschaftlichen und marktwirtschaftlichen Beziehungen grob stört.

In jüngster Zeit gab es Warnungen, dass dies inakzeptabel, kontraproduktiv und zu verhindern sei. Jetzt tun diejenigen, die solche Warnungen gemacht haben, das alles selbst. Einige verschweigen nicht einmal, dass sie mit politischen Vorwänden ihre rein kommerziellen Interessen vertreten. So zielt beispielsweise das jüngste Sanktionspaket des US-Kongressen offen darauf ab, Russland von den europäischen Energiemärkten zu verdrängen und Europa dazu zu zwingen, teureres Flüssiggas aus den USA zu kaufen, obwohl das Ausmaß seiner Produktion noch zu gering ist. Es wird versucht uns Hindernisse zu schaffen, die unsere Bemühungen behindern, neue Energierouten – South Stream und Nord Stream – zu schaffen, auch wenn die Diversifizierung der Logistik wirtschaftlich effizient, für Europa vorteilhaft und seine Sicherheit fördernd ist.

Lassen sie mich das wiederholen: Es ist nur natürlich, dass jeder Staat seine eigenen politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Interessen hat. Die Frage ist, mit welchen Mitteln sie geschützt oder durchgesetzt werden. In der modernen Welt ist es unmöglich, einen strategischen Gewinn auf Kosten andere zu erzielen. Eine solche Politik, die auf Selbstbewusstsein, Egoismus und Exzeptionalismus beruht bringt weder Respekt noch wahre Größe. Es wird natürliche und gerechtfertigte Ablehnung und Widerstand hervorgerufen. Infolgedessen werden wir Weiterhin Spannungen und Unstimmigkeiten erleben, anstatt zu versuchen, gemeinsam eine sichere und stabile internationale Ordnung aufzubauen…und die technologischen, ökologische, klimatischen und humanitären Herausforderungen anzugehen, vor denen die gesamte Menschheit heute steht.

Kollegen, wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt, Roboterisierung und Digitalisierung führen bereits heute zu tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und auch Wertewandel. Uns eröffnen sich damit bisher unvorstellbare Chancen. Gleichzeitig müssen wir aber auch Antworten auf viele Fragen finden. Welchen Platz werden die Menschen im Dreieck „Mensch-Maschine- Natur „einnehmen“? Welche Maßnahmen, werden von Staaten ergriffen, die aufgrund von Klima- und Umweltveränderungen keine Bedingungen für ein normales Leben haben? Wie wird die Beschäftigung im Zeitalter der Automatisierung erhalten bleiben? Wie wird der Hippokratische Eid interpretiert, wenn Ärzte über Fähigkeiten verfügen, die allmächtigen Zauberern ähnlich sind?

Und wird die menschliche Intelligenz am Ende die Fähigkeit verlieren, künstliche Intelligenz zu kontrollieren? Wird die künstliche Intelligenz eine von uns abhängige Entität werden?

Früher haben wir bei der Bewertung der Rolle des Einflusses von Ländern über die Bedeutung des geopolitischen Faktors, die Größe des Territoriums eines Landes, seine militärische Macht und seine Ressourcen gesprochen. Natürlich sind diese Faktoren auch heute noch von großer Bedeutung. Aber jetzt gibt es noch einen anderen Faktor –  den wissenschaftlichen und technologischen Faktor, der zweifellos auch von großer Bedeutung ist und dessen Bedeutung erst im Laufe der Zeit zunehmen wird.

Es ist auch klar, dass selbst die allerneueste Technologie allein nicht in der Lage sein wird, eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Eine harmonische Zukunft ist ohne soziale Verantwortung, ohne Freiheit und Gerechtigkeit, ohne die Achtung traditioneller ethischer Werte und der Menschenwürde nicht möglich.

Andernfalls wird die „mutige neue Welt“ nicht zu einer Welt des Wohlstands und der neuen Chancen, sondern zu einer Welt des Totalitarismus, der Kasten, Konflikte und größeren Spaltungen. Die wachsende Ungleichheit wächst bereits heute von Menschen und ganzen Nationen zu Gefühlen der Ungerechtigkeit und Entbehrung heran. Und das Ergebnis ist die Radikalisierung, der Wille, die Dinge in jeder erdenklichen Weise zu verändern, bis hin zur Gewalt.

Das ist übrigens bereits in vielen Ländern und auch in unserem Land Russland geschehen. Erfolgreiche technologische und industrielle Durchbrüche führten zu dramatischen Umwälzungen und revolutionären Störungen. Es geschah alle, weil das Land es versäumt hat, die soziale Uneinigkeit anzusprechen und die klaren Ungleichgewichte in der Gesellschaft rechtzeitig zu überwinden.

Die Revolution ist immer das Ergebnis eines Verantwortungsdefizits bei denen die die überholte Ordnung der Dinge bewahren, einfrieren wollen, die eindeutig geändert werden muss…auch bei denen, die danach streben, die Veränderung zu beschleunigen, indem sie auf zivile Konflikte und zerstörerische Widerstände zurückgreifen.

In diesem Jahr wenden wir uns den Lehren vor einem Jahrhundert zu, nämlich der russischen Revolution von 1917. Dann sehen wir, wie zweideutig ihre Ergebnisse waren, wie eng die negativen und, das müssen wir anerkennen, die positiven Folgen dieser Ereignisse miteinander verflochten sind.

Fragen wir uns: War es nicht möglich, einen evolutionären Weg  zu gehen, anstatt eine Revolution zu durchlaufen? Hätten wir uns nicht durch allmähliche und konsequente Vorwärtsbewegung entwickeln können, statt auf Kosten der Zerstörung unserer Staatlichkeit und des unerbittlichen Zerfalls von Millionen Menschenleben? Doch das weitgehend utopische Sozialmodell und die Ideologie,  die der neugebildete Staat zunächst nach der Revolution von 1917 zu implementieren versuchte war ein mächtiger Motor der Transformation auf der ganzen Welt (das ist ganz klar und muss auch anerkannt werden). Er führte zu einer großen Aufwertung der Entwicklungsmodelle und führte zu Rivalität und Konkurrenz, deren Nutzen, so würde ich sagen, größtenteils von dem Westen genossen wurde.

Ich meine damit nicht nur die geopolitischen Siege nach dem Kalten Krieg. Viele westliche Errungenschaften des 20. Jahrhunderts waren eine Antwort auf die Herausforderung der Sowjetunion. Ich spreche von der Anhebung des Lebensstandards, der Bildung einer starken Mittelschicht, der Reform des Arbeitsmarktes und des sozialen Bereichs, der Förderung der Bildung, der Gewährleistung der Menschenrechte, einschließlich der Rechte von Minderheiten und Frauen der Überwindung der Rassentrennung, die, wie Sie sich erinnern werden, vor wenigen Jahrzehnten in vielen Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten, eine beschämende Praxis war.

Nach den radikalen Veränderungen, die sich in unserem Land und weltweit um die Wende der 1990er Jahre vollzogen, ergab sich eine wirklich einzigartige Chance, ein wahrhaft neues Kapitel  in der Geschichte aufzuschlagen. Ich meine die Zeit nach dem Ende der Sowjetunion. Leider wurden unsere westlichen Partner nach der Teilung des geopolitischen Erbes der Sowjetunion von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt und erklärten sich zu den Siegern des Kalten Krieges, wie gerade erwähnte und begannen sich offen in die Angelegenheiten souveräner Staaten einzumischen und Demokratie zu exportieren, so wie die sowjetische Führung damals versucht hatte, die sozialistische Revolution in den Rest der Welt zu exportieren.

Wir wurden mit der Umverteilung von Einflusssphären und er NATO-Erweiterung konfrontiert. Überheblichkeit führt unweigerlich zu Fehlern. Das Ergebnis war bedauerlich. Zweieinhalb Jahrzehnte wurden verschwendet, viele verpasste Gelegenheiten und eine schwere Last des gegenseitigen Misstrauens. Das globale Ungleichgewicht hat sich dadurch nur noch verschärft. Wir hören zwar Erklärungen darüber, dass wir uns für die Lösung globaler Probleme engagieren, aber in der Tat sehen wir immer mehr Beispiele für Egoismus.

Alle internationalen Institutionen, die darauf abzielen, Interessen zu harmonisieren und eine gemeinsame Agenda zu formulieren, werden ausgehöhlt grundlegende multilaterale internationale Verträge und kritisch wichtige bilaterale Abkommen abgewertet.

Mir wurde erst vor wenigen Stunden gesagt, dass der US-Präsident etwas über Social Media über die russisch-amerikanische Zusammenarbeit im wichtigen Bereich der nuklearen Zusammenarbeit gesagt hat. Dies ist in der Tat der wichtigste Bereich der Interaktion zwischen Russland und den Vereinigten Staaten, wenn man bedenkt, dass Russland und die Vereinigten Staaten eine besondere Verantwortung gegenüber der Welt als die beiden größten Atommächte tragen.

Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, etwas ausführlicher über die Ereignisse der letzten Jahrzehnte in diesem wichtigen Bereich zu sprechen, um ein vollständiges Bild zu vermitteln. Es dauert höchstens zwei Minuten.

In den 90er Jahren wurden mehrere wichtige bilaterale Abkommen unterzeichnet. Das erste, das Nunn-Luger-Programm, wurde am 17. Juni 1992 unterzeichnet. Das zweite, der HEU-LEU-Vertrag, wurde am 18. Februar 1993 unterzeichnet. Hochangereichertes Uran wurde in niedrig angereichertes Uran umgewandelt, daher HEU-LEU. Die Projekte im Rahmen des ersten Abkommens konzentrierten sich auf die Modernisierung der Kontrollsysteme, die Kontrolle und den physischen Schutz von Kernmaterial, die Demontage und Verschrottung von U-Botten und thermo-elektrischen Generatoren für Radioisotope.

Die Amerikaner haben – und bitte beachten sie hier, das ist keine geheime Information, nur wenige sind sich dessen bewusst – 620 Überprüfungsbesuche in Russland unternommen, um die Einhaltung der Abkommen zu überprüfen.

Sie besuchten die heiligsten Heiligtümer des russischen Kernwaffenkomplexes, nämlich die Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von nuklearen Sprengköpfen und Munition sowie waffenfähigem Plutonium und Uran beschäftigten.

Die Vereinigten Staaten erhielten Zugang zu allen streng geheimen Einrichtungen in Russland. Außerdem war das Abkommen im Grunde genommen einseitig. Im Rahmen des zweiten Abkommens haben die Amerikaner 170 weitere Besuche in unseren Anreicherungsanlagen unternommen und dabei die am meisten abgeschotteten Bereiche wie Misch- und Lagereinrichtungen besucht.

Die mächtigste nukleare Anreicherungsanlage der Welt- das Uraler Elektrochemische Kombinat – verfügte sogar über einen permanenten amerikanischen Beobachtungsposten. In den Werkstätten diese Kombinats, in denen die amerikanischen Spezialisten täglich zur Arbeit gingen, wurden direkt feste Arbeitsplätze geschaffen.

Die Räume, in denen sie in diesen streng geheimen russischen Einrichtungen saßen, hatten amerikanische Flaggen, wie immer. Darüber hinauswurde eine Liste von über 100 amerikanischen Fachleuten aus 10 verschiedenen US-Organisationen erstellt, die jederzeit und ohne Vorankündigung berechtigt waren, zusätzliche Inspektionen durzuführen.

Das alles dauerte 10 Jahre. Im Rahmen dieses Abkommens wurden in Russland 500 Tonnen waffenfähiges Uran aus dem militärischen Verkehr genommen, was in etwa 20.000 nuklearen Sprengköpfen entspricht. Das HEU-LEU-Prgramm ist zu einer der wirksamsten Abrüstungsmaßnahmen in der Geschichte der Menschheit geworden – ich sage das mit vollem Vertrauen.

Jeder Schritt auf russischer Seite wurde von amerikanischen Fachleuten genauestens überwacht zu einer Zeit, als sich die Vereinigten Staaten auf einer sehr viel bescheidenere Reduzierungen ihres nuklearen Arsenals beschränkten, und zwar auf reiner Kulanz-Basis. Unsere Spezialisten besuchten auch Unternehmen des US-Nuklearwaffenkomplexes, aber nur auf Einladung und unter den von der US-Seite festgelegten Bedingungen. Wie sie sehen, hat die russische Seite eine beispiellose Offenheit und ein beispielloses Vertrauen demonstriert.

Übrigens – und darüber werden wir wahrscheinlich später noch sprechen – ist es auch allgemein bekannt, was wir am Ende erhalten haben: Völlige Vernachlässigung unserer nationalen Interessen, Unterstützung des Separatismus im Kaukasus, militärische Aktionen unter Umgehung des Sicherheitsrate, wie die Bombardierung Jugoslawiens und Belgrads, die Verlegung von Truppen in den Irak und so weiter. Das ist leicht verständlich: Nachdem der Zustand des Atomkomplexes, der Streitkräfte und er Wirtschaft gesehen worden war, schien das Völkerrecht überflüssig zu sein.

In den 2000er Jahren trat unsere Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten in eine neue Phase einer wahrhaft gerechten Partnerschaft ein. Sie war geprägt vom Unterzeichnen einer Reihe strategischer Verträge und Abkommen über die friedliche Nutzung der Kernenergie, die in den USA als 123-Abkommen bezeichnet werden. Doch die US-Seite hat 2014 praktisch einseitig die Arbeiten innerhalb ihres Rahmens eingestellt. Die Situation um das „Plutonium Management and Disposition Agreement“ (PMDA) vom 20. August 2000 (unterzeichnet in Moskau) und vom 1. September (in Washington) ist verwirrend und alarmierend.

Gemäß dem Protokoll zu diesem Abkommen sollten die Seiten gegenseitig Schritte unternehmen, um waffenfähiges Plutonium irreversibel in Mischoxid (MOX)-Brennelemente umzuwandeln und in Kernkraftwerken zu verbrennen, so dass es nicht für militärische Zwecke verwendet werden konnte. Änderungen dieser Methode waren nur mit Zustimmung beider Seiten gestattet. Dies ist in der Vereinbarung und Protokolle zu ihr geschrieben.

Was hat Russland getan? Wir entwickelten diesen Brennstoff, bauten eine Anlage für die Massenproduktion und, wie wir im Vertrag zugesichert hatten, bauten wir eine BN-800-Anlage, die es uns ermöglichte, diesen Brennstoff sicher zu verbrennen.

Ich möchte betonen, dass Russland alle seine Verpflichtungen erfüllt hat.

Was haben unsere amerikanischen Partner getan? Sie begannen mit dem Bau einer Anlage am Savannah River Site. Dessen ursprünglicher Preis lag bei 4.86 Milliarden Dollar, aber sie gaben fast 8 Milliarden aus, brachten den Bau zu 70 Prozent fertig und legten dann das Projekt auf Eis. Unseres Wissens nach umfasst der Budgetantrag für 2018 jedoch 270 Millionen US-Dollar für die Schließung und Stilllegung dieser Anlage.

Wie üblich stellt sich die Frage: Wo ist das Geld? Wahrscheinlich gestohlen. Oder sie haben sich bei der Planung ihrer Konstruktion verrechnet. Solche Dinge passieren. Sie passieren hier allzu oft. Aber daran sind wir nicht interessiert, das ist nicht unsere Angelegenheit. Uns interessiert, was mit Uran und Plutonium geschieht. Was ist mit der Entsorgung von Plutonium? Eine Verdünnung und Einlagerung des Plutoniums wird vorgeschlagen. Dies widerspricht jedoch völlig dem Geist und Wesen des Abkommens und garantiert vor allem nicht, dass die Verdünnung nicht in waffenfähiges Plutonium zurückverwandelt wird. All das ist sehr bedauerlich und verwirrend.

Das Nächste. Russland ratifizierte vor mehr als 17 Jahren den Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen. Die USA haben dies noch nicht getan. Eine kritische Masse von Problemen baut sich in der globalen Sicherheit auf. Bekanntlich haben sich die Vereinigten Staaten 2002 aus dem ABM-Vertrag zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen zurückgezogen.

Und obwohl sie selbst Initiatoren der Chemiewaffen-Konvention waren, sie haben dieses Abkommen selbst in die Wege geleitet, aber sie kommen ihren Verpflichtungen nicht nach.

Sie sind bis heute der einzige und größte Besitzer dieser Form der Massenvernichtungswaffe. Darüber hinaus haben die USA die Frist für die Beseitigung ihrer chemischen Waffen von 2007 auf 2023 verlängert.

Es sieht nicht korrekt aus für eine Nation, die behauptet, ein Verfechter der Nichtverbreitung und Kontrolle zu sein. In Russland hingegen wurde der Prozess am 27. September dieses Jahres abgeschlossen. Damit hat unser Land einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Sicherheit geleistet.

Übrigens, die westlichen Medien zogen es vor, still zu bleiben und es nicht zu erwähnen, obwohl es irgendwo in Kanada eine flüchtige Erwähnung gab, aber das war es, sonst herrschte weitestgehend Stille. Während das Arsenal der Sowjetunion an chemischen Waffen ausgereicht hätte, das Leben auf dem Planeten mehrfach zu zerstören.

Ich glaube, es ist an der Zeit, eine überholte Agenda aufzugeben. Ich beziehe mich auf das, was war. Zweifellos sollten wir nach vorne schauen, wir müssen aufhören, zurückzublicken. Ich spreche darüber, um die Ursachen der sich gegenwärtig gestaltenden Situation zu verstehen.

Es ist höchste Zeit für eine offene Diskussion in der globalen Gemeinschaft und nicht nur für eine Gruppe von Auserwählten, die angeblich die würdigsten und fortgeschrittensten sind sondern für Vertreter verschiedener Kontinente, kultureller und historischer Traditionen, politischer und wirtschaftlicher Systeme.

In einer sich wandelnden Welt können wir es uns nicht leisten, unflexibel zu sein, uns abzuschotten oder nicht in der Lage zu sein, klar und schnell zu reagieren. Verantwortung für die Zukunft – das ist es, was uns eint, gerade in Zeiten wie den heutigen, in denen sich alles schnell verändert.

Nie zuvor besaß der Mensch eine solche Macht wir heute. Die Macht über Natur, Raum, Kommunikation und die eigene Existenz. Diese Macht ist jedoch diffus: ihre Elemente liegen in der Händen von Staaten, Konzernen, öffentlichen und religiösen Vereinigungen und sogar einzelnen Bürger.

Alle diese Elemente in einer einzigen, effektiven und überschaubaren Architektur zusammenzuführen, ist keine leichte Aufgabe. Dazu bedarf es harter, mühsamer Arbeit. Und Russland ist bereit mit allen interessierten Partnern teilzunehmen.

Kollegen, wie sehen wir die Zukunft der internationalen Ordnung und des globalen Governance-Systems?  Zum Beispiel im Jahr 2045, Wenn die UNO ich hundertjähriges Jubiläum feiert? Seine Entstehung ist zu einem Symbol dafür geworden, dass die Menschheit trotz allem in der Lage ist, gemeinsame Verhaltensregeln zu entwickeln und zu befolgen. Wenn diese Regeln nicht befolgt wurden, führte diese unweigerlich zu Krisen und anderen negativen Folgen.

In den letzten Jahrzehnten gab es jedoch mehrere Versuche, die Rolle dieser Organisationen zu vermindern, zu diskreditieren oder einfach zu kontrollieren. All diese Versuche scheiterten vorhersehbar oder gerieten in eine Sackgasse. Unserer Meinung nach muss die UNO mit ihrer universellen Legitimität das Zentrum des internationalen Systems bleiben. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Autorität und Effektivität zu erhöhen. Es gibt heute keine Alternative zur UNO.

Was das Vetorecht des Sicherheitsrates betrifft, das auch manchmal in Frage gestellt wird, so können Sie sich daran erinnern, dass dieser Mechanismus konzipiert und geschaffen wurde, um eine direkte Konfrontation der mächtigsten Staaten zu vermeiden als Garantie gegen Willkür und Rücksichtlosigkeit, damit kein einziges Land, auch nicht das einflussreichste, Land, seinen aggressiven Handlungen den Anschein von Legitimität verleihen könnte. Natürlich sind die Experten anwesend, seien wir doch ehrlich, und sie wissen, dass die UNO das Handeln der einzelnen Akteure in internationalen Angelegenheiten nachträglich legitimiert hat.

Nun, so jedenfalls wird es auch nichts Gutes bringen.

Reformen sind notwendig, das UN-System muss verbessert werden, aber Reformen können nur schrittweise und evolutionär sein und natürlich müssen sie von der überwältigenden Mehrheit der Teilnehmer am internationalen Prozess innerhalb der Organisation selbst und durch einen breiten Konsens unterstützt werden. Die Wirksamkeit der UNO wird durch ihren repräsentativen Charakter garantiert. Die absolute Mehrheit der souveränen Staaten der ist darin vertreten.

Die Grundprinzipien der UNO sollten auf Jahre und Jahrzehnte hinaus gewahrt bleiben, denn kein anderes Gebilde ist in der Lage, die ganze Bandbreite der internationalen Politik abzubilden. Heut entstehen neuen einfluss- und Wachstumsmodelle, es entstehen zivilisatorische Allianzen, politische und wirtschaftliche Verbände nehmen Gestalt an.

Diese Vielfalt eignet sich nicht zur Vereinigung. Deshalb müssen wir uns um eine Harmonisierung der Zusammenarbeit bemühen. Regionale Organisationen in Eurasien, Amerika, Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum sollten unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen handeln und ihre Arbeit koordinieren. Jede Organisation hat jedoch das Recht, nach seinen eigenen Vorstellungen und Grundsätzen zu arbeiten, die seinen kulturellen, historischen und geografischen Besonderheiten entsprechen.

Es ist wichtig, die globale Abhängigkeit und Offenheit mit der Wahrung der einzigartigen Identität jeder Nation und jeder Region zu verbinden. Wir müssen die Souveränität als Grundlage des gesamten Systems der internationalen Beziehungen respektieren.

Kollegen, egal welche erstaunlichen Höhen die Technik erreichen kann, Geschichte wird von Menschen gemacht. Geschichte wird von Menschen gemacht, mit all ihren Stärken und Schwächen, großen Errungenschaften und Fehlern. Wir können nur eine gemeinsame Zukunft haben. Es kann keine separate Zukunft für uns geben, jedenfalls nicht in der modernen Welz. Die Verantwortung dafür, dass die Welt konfliktfrei und erfolgreich ist, liegt also beider gesamten internationalen Gemeinschaft.

Wie die vielleicht wissen, findet das 19. Weltfestival der Jugend und Studenten in Sotschi statt. Jugendliche aus Dutzenden von Ländern interagieren mit Gleichaltrigen und diskutieren über Themen, die sie betreffen. Sie werden nicht durch kulturelle, nationale oder politische Differenzen behindert, und sie alle träumen von der Zukunft. Sie glauben, dass ihr Leben, das Leben der jüngeren Generationen besser, gerechter und sicherer sein wird. Unsere Verantwortung besteht heute darin, unser Bestes zu tun, damit sich diese Hoffnungen erfüllen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.



Die Krise unserer Gesellschaft, ist eine Krise unserer Wahrnehmung.

 Ken Wilber


 

Denken Sie an die Vergangenheit - das ist ein Akt der Gegenwart; denken Sie an die Zukunft - das ist ein Akt der Gegenwart. Alle Anzeichen einer Vergangenheit existieren nur in der Gegenwart, und jeder Grund, an eine Zukunft zu glauben, existiert ebenfalls nur in der Gegenwart. Als die wirkliche Vergangenheit sich ereignete, war sie nicht Vergangenheit, sondern Gegenwart, und wenn die wirkliche Zukunft da ist, wird sie nicht Zukunft sein, sondern Gegenwart. Die einzige Zeit, deren wir jemals gewahr sein können, ist dieser gegenwärtige Augenblick mit seinen Erinnerungen und Erwartungen.   Ken Wilber

 


 

Die wichtigste Transformation oder Transzendenz besteht jedoch in der wachsenden Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, also nicht bloß einzusehen, daß andere die Dinge anders sehen, sondern deren Perspektive tatsächlich innerlich rekonstruieren zu können, in ihre Haut zu schlüpfen. 

 

Ken Wilber

       

Das Gespenst der Gemeinschaft

Wir leben in einer Zeit des Individual-Faschismus und wenn es heut ein Gespenst gibt welches umgeht in Europa, wie dem Rest der Welt, dann ist es das Gespenst des Widerstandes vieler Menschen gegen diesen, das Gespenst der Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach dem WIR. Es ist eben jene innere Sehnsucht welche Menschen unter dem Banner von PEGIDA, AFD aber auch linken Bewegungen, auf der Suche nach der Überwindung der Einsamkeit des ICH in der Vielheit der umgebenden ICH’s, bewegt.


Im Gegensatz zum heute vom Neoliberalismus propagierten Primat des Individuums existiert in Wirklichkeit nichts in unserem Universum nur als Ganzes, nur sich selbst und seiner maximalen Verwirklichung verpflichtet. Alles ist immer gleichwertig Ganzes als auch Teil einer höheren Organisationsform, welche seine Existenz zum einen und seine Verwirklichung zum anderen erst ermöglicht! Der überbordende Individualismus des neoliberalen aber ist es welcher die gesellschaftliche Akzeptanz und Kultur schafft, welche das Individuum in seinem bis ins krankhafte übersteigerten und fehlgeleiteten Verwirklichungswahn, sich gegen seine Teilheit, gegen seine eigene Gemeinschaft, wenden lässt. Nichts anderes ist es letztlich wenn in einer Welt 8 Individuen so viel besitzen können wie 50% des ärmsten Teils der Menschheit, als akzeptierte Beraubung der Gemeinschaft durch diese Individuen. Nichts anderes ist es wenn das zu Grunde gelegte das Finanz und Wirtschaftssystem dieser Plünderung der Gemeinschaften die nötigen Werkzeuge liefert und die diesem System entspringende Moral- und Ethikvorstellungen dies legalisieren und den Beraubten auch noch die Schuld daran zuschreiben. Sie haben sich eben nicht genug angestrengt, sind selbst an ihrer Lage schuld.


Das Opium für die Massen in unserer Gesellschaft ist längst nicht mehr die Religion, sondern das Märchen vom Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär. Es verschweigt das unser System, für seinen Erhalt, für jeden welcher sich zum Millionär hochgeraubt hat, noch mehr, noch ärmere Tellerwäscher benötigt, damit es weiter laufen kann. Diese Märchen ist ein Betrug!      


   

Damit ist auch klar das die heute gern zitierte soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft letztlich nur  herzustellen ist wenn Individuum und Gemeinschaft als gleichwertig betrachtet werden. Die Verwirklichung des Individuums hat seine Grenzen innerhalb der Interessen und dem Wohl der Gemeinschaft und darf sich nicht gegen sie wenden. 

Dazu ist unser Finanz und Wirtschaftssystem grundlegend neu zu gestalten. Die Gemeinschaften von Familie über Gemeinde zur Nation sind wieder zu stärken um die aus ihrem Zusammenleben Entspringende Moral und Ethik letztlich wirklich fortschrittlich zu entwickeln. 

Damit würde auch endlich eine entscheidende Erkenntnis aus einem Teil deutscher Geschichte gezogen, denn nicht die Entwicklung der Gemeinschaft an sich ist das Problem, sondern das jede Entwicklung letztlich bei  fehlgeleiteten Moral- und Ethikvorstellungen in seiner Entwicklung pervertieren kann. Schließt eine Gemeinschaft Teile ihrer selbst aus oder richtet sich mit Gewalt gegen benachbarte Gemeinschaften, schadet sie sich selbst, was letztlich zu ihrer  Zerstörung führt. Eine Stärkung der Gemeinschaft führt natürlich auch zu einer Abgrenzung gegenüber anderen Gemeinschaften und ihren Individuen. Es ist aber eine grandiose geistige Fehlleistung daraus einen automatischen Abwertung und Ablehnung anderer Gemeinschaften und ihrer Individuen abzuleiten. Das Gegenteil ist der Fall, denn nur die Zusammenarbeit mit diesem zum gegenseitigen Vorteil bringt letztlich einen Gewinn für die eigene Gemeinschaft.


 Die jüngere Geschichte ist es, welche außerdem zeigt das es eben auch der Individual-Faschismus ist, welcher auf Grundlage seiner Weltsicht, ohne Rücksicht, Einmischungen in Angelegenheiten fremder Gemeinschaften vornimmt und dabei den Tod von Millionen von Leben dieser Gemeinschaften in Kauf nimmt.  Ein anderer Aspekt dieser fehlgeleiteten Weltsicht ist die Befürwortung  unbegrenzter Migration von Individuen in für sie erstrebenswerte aber fremde Gemeinschaften. Aus einer Sichtweise der Welt als Hort lediglich locker verbundenen Individuen mit unterschiedlicher lokaler Präsenz mag das ja durchaus Sinn ergeben. Es negiert aber die Existenz von Gemeinschaften völlig. Es verschweigt auch das besagte fremde Individuen, sich in fremden Gemeinschaften immer zu Parallelgemeinschaften zusammenfinden, welche letztlich zum Zerfall der aufnehmenden Gemeinschaft führen können,  auf jeden Fall zu ihrer Schwächung  in der Durchsetzungskraft gegen die eigenen Individual-Eliten führt.  (Man versuche mal das „amerikanische Volk“ gegen seine Eliten zu führen. Zwecklos. Es gibt kein „amerikanisches Volk“ mehr, nur afroamerikanische, lateinamerikanische, …. Gemeinschaften welche jede für ihre eigenen Interessen kämpfen)  


Das umgehende Gespenst der Gemeinschaft ist auch den Gewinnern des herrschenden Individual-Faschismus nicht entgangen. Sie haben daher entsprechende Strategien entwickelt um zu verhindern das dieses Gespenst zu einem Sturm wird welcher das System verändern könnte. Der Wahlsieg eines Immobilienmillionärs welcher den Menschen in den USA eine Bewegung zu mehr Gemeinschaft vorgaukelt ist eine dieser Strategien. Aber will er das System wirklich ändern? Fasst er das Individualfaschistische Finanz und Wirtschaftssystem an? Nein. Führt er die vielen amerikanischen Parallelgemeinschaften wieder zu einer Gemeinschaft zusammen? Nein. Unterlässt er Einmischungen in die Angelegenheiten anderer Gemeinschaften? Nein. Alles was Donald Trump tut ist Ablenkung und eventuell die Schaffung von genügend Chaos um am Ende den Menschen die Rückkehr zu den Lösungen der Individualfaschisten als letzte Alternative verkaufen zu können.


Frau Merkel  in Deutschland bleibt indes der Fels des Individualweltbildes. Migration, Finanz- und Wirtschaftssystem weiter so. Die AFD als heimlicher Ableger der CDU bietet hingegen eine Scheinalternative zu Fragen der Migration falls diese Strategie fehlzuschlagen droht.


SPD? Schulz? Wer darin ernsthaft eine Alternative sieht ist auf die Propaganda unserer Medien hereingefallen. Wirtschafts- und Finanzsystem weiter so mit ein paar mehr Krümeln für die Massen. Gemeinschaft existiert maximal als systemkonforme aber sonst allseits offene SPD-Ortsgruppe. Die aktuelle Berichterstattung unserer Systemmedien allerdings lässt erahnen das ein Wahlsieg des Martins eine durchaus gewollte Option unserer Eliten zu sein scheint. Mit welchem Ziel? Die deutschen in einen Krieg zu treiben wie das letzte Mal?


Die LINKEN?  Die meisten total verpeilt. Sie sind zum großen Teil derart von der individualfaschistischen Ideologie durchdrungen das sie ihre Zeit damit verschwenden immer neue Minderheiten mit individuellen Eigenarten aus der Gemeinschaft zu identifizieren, isolieren und dann unter Schutz zu stellen. Sie übersehen das die echte Gemeinschaft, dass WIR, keine Zersplitterung  in fragwürdige Untergruppen sexueller Orientierungen oder ähnlichem zulässt. Sie spielt in einer Gemeinschaft keine Rolle. Man gehört dazu oder eben nicht. Selbst das Ur-Thema der LINKEN, die soziale Gerechtigkeit, wird durch ihre Ideologie ad absurdum geführt, lehnen sie doch die echte Gemeinschaft, Grundlage derartiger Gerechtigkeit, als RECHTES Gedankengut ab. Es bleibt daher ein Rätsel wie innerhalb eines gesellschaftlichen Gebildes aus lauter ICH’s echte soziale Gerechtigkeit erwachsen soll?


    

Wir sehen, es bleibt alternativ und hoffnungslos und keiner arbeitet dran. Aber es ist ja noch etwas Zeit.  

 

Die Menschheit wird diese Art mörderischer Aggression, von Krieg, Unterdrückung und Verdrängung, Anhaften und Ausbeutung, nie, ich wiederhole nie, aufgeben, ehe sie nicht den Besitz aufgibt, den man Persönlichkeit nennt – das heißt, ehe sie nicht zur Transzendenz erwacht. Bis dieser Zeitpunkt gekommen ist, werden Schuld, Mord, Eigentum und Person stets Synonyme bleiben.   Ken Wilber 

Die schiefen Säulen von Euroland

Es ist schon komisch. Niemand würde auf die Idee kommen beim Bau eines Hauses mit dem Dach anzufangen. In der Denkweise Linker Politiker allerdings scheint genau dies der Plan zu sein. Und nicht nur das, sie meinen auch gleich von vornherein Fundament und Mauern einsparen zu können und das Dach in der Luft verankern zu können.

Vergleichen wir unser Beispiel des Hausbaus einmal mit dem Aufbau gesellschaftlichen Zusammenlebens. Als erstes bedarf es des Baugrundes  und der Steine. Die Steine werden in  den Gesellschaften durch die Familien gebildet. Allerdings ist es so, das je nach geographischer Lage auf unserem Planeten durchaus verschieden Arten und Formen von Steinen für einen Hausbau favorisiert werden. Die Lehmziegel des Nahen Ostens unterscheiden sich durchaus von den gebrannten Ziegeln des Westens. Man kann daher durchaus annehmen, dass sich auch die Eigenschaften der Familien grundsätzlich global nach der jeweiligen die Lage des Baugrundes unterscheiden. Dieser Unterschied ist aber in keiner Weise eine Wertung sondern lediglich Ausdruck der gesunden Vielheit auf unserem Planeten.


Wie beim Hausbau begannen sich im Laufe der Geschichte ähnliche Steine zu Fundamenten zusammenzufügen. Gegenstück dieser Fundamente in unserem gesellschaftlichen Modell war die Bildung von Familienclans, Stämmen und Fürstentümern.  Diese waren als nach innen und außen abgegrenzte selbstständige Systeme über viele Jahrhunderte Grundlage gesellschaftlichen Zusammenlebens. Mit Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten sich aus vielen dieser Fundamente, durch weiteres Aufschichten von Steinen nach entsprechenden internen und äußeren Richtschnüren, hoch aufragende Säulen, Nationalstaaten, welche den letzten und höchsten Stand des gesellschaftlichen Baugeschehens markieren. Dieses Baugeschehen ist aber bis heute nicht abgeschlossen da alle errichteten Säulen von starken handwerklichen Fehlern gekennzeichnet sind. Kein Nationalstaat, keine Säule welche auf unserem Planeten bisher errichtet wurde ist wirklich gerade. Keine hat je auch nur annähernd die  ideale Form erreicht welche zum Tragen eines zukünftigen Daches die notwendige Stabilität garantieren würde, vielmehr halten sich die meisten auf Grund ihrer Schieflage kaum selbst aufrecht. Anders formuliert ist jeder dieser säulenhaften Nationalstaaten bis heute gekennzeichnet von eingebauter Ungerechtigkeit, Ausbeutung und fehlender Mauerwerks-Verzahnung (WIR) welche die Schieflagen entstehen lässt. Zu diesen inneren Fehlern kommt noch hinzu, das ein großer Teil der sich für am weitesten gebauten Säulen in unserer Welt haltenden, nur durch unfaires Abstützen auf viel kleineren und schwächeren Säulen selbst aufrecht hält.


Irrwitziger Weise waren einige Politiker der jüngeren Vergangenheit trotzdem der Meinung einer Auswahl dieser schiefen und verschieden hohen Säulen schon mal ein Dach aufzusetzen und zu hoffen das das Ganze irgendwie schon halten wird. So kam es zur Schaffung der Europäischen Union, einem windschiefen Gebilde welches bereits bei seiner Errichtung ganz langsam umzufallen begann.


Da den Baumeistern dies schnell  klar wurde reagierten sie aber nicht damit die schiefen tragenden Säulen zu korrigieren, wie es normal gewesen wäre,  sondern  begannen den Einsturz durch  Hinzunahme immer weiterer, noch schieferer und kleineren Säulen welche sich in der Nähe befanden zu verlangsamen. Aber auch diese Maßnahme konnte den Einsturz nur kurz bremsen.


Das ist letztlich der Grund warum unsere Politik-Baumeister heute derart in Panik sind das ihre Aktionen immer irrwitziger und unkoordinierter werden. Die einen beginnen die tragenden Säulen mit Vorschlaghämmern zu bearbeiten da sie ja der Grund für das schiefe Dach sind. Sie übersehen dabei allerdings das sie damit, sollten sie es schaffen, nur ein Dach auf einem Schutthaufen erzeugen. Nicht sehr wohnlich.


Andere hingegen versuchen die Säulen irgendwie zu stützen in den sie die Steine aus welchen sie bestehen teilweise durch andere, aus fremden Regionen ersetzen.  Aber auch das hatten wir schon besprochen, denn Lehmziegel sind nach meinem Wissen von Material als auch Größe eher ungeeignet einer Säule aus gebrannten Ziegeln die Stabilität zurückzugeben.


Am wahnwitzigsten allerdings finde ich die Anti-Deutsche, No-Borders- und RefugeeWelcome-Aktivisten welche unter dem Banner der Vielfalt, die Vielheit der gewachsene Strukturen, Gemeinschaften und Nationen verteufeln und zerstören wollen. Es sind eben diese welche quasi die Säulen gleich mit Fundamenten sprengen, die Steine zerkleinern und über das Ganze am Ende ein noch größeres, globales Dach mittels Siemens-Lufthaken zu errichten versuchen. Ein Haufen gleichkörniger Sand ohne störende Ideen von Völkern, Kulturen und Traditionen, eingesperrt in einen als Dach bezeichneten Bretterhaufen. Ein Haus wird das niemals.  


         

Letztlich bleibt also festzuhalten, dass jeder Versuch heute oder in Zukunft ein Haus Europa oder gar ein Welt-Haus zu errichten die dringende Notwendigkeit der Reparatur der dafür notwendigen tragenden Säule, des Nationalstaates voraussetzt. Dieser muss zuallererst perfekt gerade und sozial gerecht sein. Sollte es dann irgendwann einmal mehrere solcher Staaten auf gleicher Höhe geben wäre der Zeitpunkt gekommen darüber nachzudenken diese mit einem Dach versehen, ein Ereignis welches ich allerdings noch in sehr weiter Ferne sehe.  

 
 

Zitate verschiedener Reden des russischen Präsidenten Wladimir Putin:


 

·                     "Es scheint allerdings einige zu geben, die es vorziehen, anstatt aus den Fehlern anderer zu lernen, diese zu wiederholen und damit fortfahren Revolutionen zu exportieren, nur daß sie jetzt ´demokratische´ Revolutionen sind. Schauen Sie nur auf die Situation im Mittleren Osten oder in Nordafrika..." Wladimir Putin


·                     "Ich fühle mich genötigt jene, die diese Situation geschaffen haben zu fragen: Erkennen Sie wenigsten jetzt was sie getan haben (Afghaistan, Irak, Lybien, Syrien)? Aber ich befürchte, daß diese Frage unbeantwortet bleiben wird, weil sie ihre Politik, die auf Arroganz, Einzigartigkeit und Straffreiheit beruht, nie aufgegeben haben." Wladimir Putin


·                     "Es ist unverantwortlich Extremistengruppen für das Erreichen Ihrer politischen Ziele in der Hoffnung zu manipulieren, sich ihrer später entledigen zu können oder auf irgendeine Art zu eliminieren." Wladimir Putin

·                     "Ich möchte jene, die sich hiermit beschäftigen (Manipulation) fragen: Meine Herren, die Leute mit denen Sich einlassen sind grausam, aber dumm sind sie nicht. Sie sind so klug wie Sie selbst. Daher lautet die große Frage: Wer spielt hier mit wem? Der letzte Vorfall, bei dem sehr "moderate" Rebellen ihre Waffen an Terroristen übergeben haben, ist ein lebendiges Beispiel hierfür." Wladimir Putin


·                     "Wir denken, daß alle Versuche mit den Terroristen zu flirten, und sie sich selbst bewaffnen zu lassen, extrem kurzsichtig und gefährlich sind. Das kann die Bedrohung durch den weltweiten Terrorismus deutlich erhöhen und ihn in andere Teile der Welt tragen, besonders seit es dort Kämpfer aus verschieden Ländern gibt, einschließlich europäischen, die beim Islamischen Staat Kampferfahrung sammeln. Unglücklicherweise ist Rußland hier keine Ausnahme." Wladimir Putin


·                     "Rußland hat den Terrorismus in all seinen Formen stets bekämpft. Heute stellen wir dem Irak, Syrien und anderen Ländern in der Region waffentechnische Hilfe zur Bekämpfung von Terrorgruppen zur Verfügung. Wir denken, es ist ein großer Fehler die Zusammenarbeit mit den syrischen Behörden und den Regierungstruppen zu verweigern, die die Terroristen tapfer am Boden bekämpfen." Wladimir Putin


·                     "Schließlich sollten wir anerkennen, daß die syrische Regierung und die kurdische Miliz die einzigen sind, die die Terroristen in Syrien tatsächlich bekämpfen. Ja, wir sind uns der Konflikte sowie der Probleme in der Region bewußt, aber wir müssen definitiv über die aktuelle Situation am Boden nachdenken." Wladimir Putin


·                     "Was wir derzeit vorschlagen basiert eher auf gemeinsamen Werten und gemeinsamen Interessen, als auf Ambitionen. Im Vertrauen auf das Völkerrecht müssen wir gemeinsame Anstrengungen machen, um die Probleme zu benennen, denen wir uns alle gegenübersehen und eine wirklich breite internationale Koalition gegen den Terrorismus erschaffen." Wladimir Putin


·                     "Ich möchte betonen, daß Flüchtlinge unzweifelhaft unseres Mitgefühl und unserer Unterstützung bedürfen. Allerdings ist der einzige Weg zur sicheren Lösung dieses Problems, Staaten dort wieder aufzubauen, wo sie zerstört worden sind und Regierungsbehörden zu stärken, wo sie noch existieren oder sie wiederaufzubauen, um Ländern in einer schwierigen Situation umfassende militärische und ökonomische Hilfe anzubieten und sicherlich auch den Menschen, die, trotz all ihrer Qual, ihre Wohnungen nicht aufgegeben haben." Wladimir Putin


·                     "Traurigerweise sind einige unserer Mitspieler immer noch der Mentalität der Zeit des Kalten Krieges und dem Wunsch neue geopolitische Regionen zu erobern verhaftet. Erst haben sie ihre Politik der NATO-Erweiterung fortgesetzt – und man kann sich bei der Überlegung, daß der Warschauer Pakt aufgehört hat zu existieren und die Sowjetunion sich aufgelöst hat, wundern warum." Wladimir Putin


·                     "Es scheint so als würde uns jemand neue Spielregeln aufdrängen wollen, die vorsätzlich auf Erfüllung der Interessen einiger weniger Privilegierter zugeschnitten sind..." Wladimir Putin


·                     "Eine andere Bedrohung, die Präsident Obama erwähnt hat, ist ISIS. Nun, wer in aller Welt hat sie bewaffnet? Wer hat das notwendige politische Klima geschaffen, das diese Situation ermöglicht hat? Wer trieb die Lieferung von Waffen in die Region voran? Verstehen Sie wirklich wer da in Syrien kämpft? Das sind Söldner, mehrheitlich. Verstehen Sie, daß sie Geld erhalten?" Wladimir Putin


·                     "Söldner kämpfen für diejenige Seite, die mehr bezahlt. So werden sie also bewaffnet und erhalten einen gewissen Geldbetrag. Ich weiß sogar wie hoch diese Beträge sind. Also kämpfen sie mit den Waffen, die sie besitzen, und Sie können sie bestimmt nicht dazu bringen, die Waffen am Ende zurückzugeben. Dann entdecken sie, daß woanders mehr gezahlt wird. Also kämpfen sie dort." Wladimir Putin


·                      "Viele der euro-atlantischen Länder haben sich von ihren Wurzeln entfernt, einschließlich der christlichen Werte. Es werden Strategien verfolgt, die kinderreiche Familien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften auf eine Ebene stellen. Den Glauben an Gott und den Glauben an Satan. Dieser Weg führt in die Degeneration." Wladimir Putin


                   Ohne Regeln oder Moral "wird die Welt von Eigennutz dominiert, anstatt von gemeinsamen Anstrengungen, von Diktat, anstatt von Gleichheit und Freiheit und anstatt wirklich unabhängiger Staaten werden wir von außen kontrollierte Protektorate haben." Wladimir Putin

 

Wer das Ziel nicht kennt kommt nirgendwo hin - Integrale Theorie des Rechts/Links 

Ich finde es ist durchaus interessant wie die sogenannten Intellektuellen von heute mit der Situation der Gesellschaft  überfordert sind, weil ihre veralteten Denkschemata nicht mehr greifen, Ihr Kompass nicht mehr stimmt. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist die erkennbare Ratlosigkeit, anlässlich eines Doppelinterviews von Sahra Wagenknecht und Frauke Petry in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, bei welchem „überraschend viele Gemeinsamkeiten“, der eigentlich per intellektuellem Dogma vollkommen gegensätzlichen Positionen, auftauchten.

  

Zitat: „Lechts und Rinks kann man verwechseln“

„Frauke Petry und Sahra Wagenknecht geben zusammen ein Interview und entdecken überraschend viele Gemeinsamkeiten.“

 http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-10/afd-linke-frauke-petry-sahra-wagenknecht-interview/komplettansicht

 

Wie gesagt, mit veraltetem Kompass kann man sich heute in der Gesellschaft schon verirren. Versuchen wir daher mal etwas Nachhilfe für unsere intellektuelle Elite.

Als Ausgangspunkt für unseren Kompass nutzen wir das philosophische 4 Quadranten-Modell Ken Wilbers. Und damit es nicht gleich zu schwierig wird untersuchen wir damit als erstes einmal den Menschen,  Grundelement der Gesellschaft.  

 

 

Da haben wir ihn schon. Die Krone der Schöpfung, das Gelbe vom Ei oder wie Marcus Pretzell von der AFD philosophieren würde, das in Europa entstandene selbstbestimmte Individuum. Quasi das Wesen eine Stufe unter Gott. Frei, selbstbestimmt und mit Mundgeruch. Dem rein wissenschaftlichem Ansatz nach messbar, anfassbar, also Oberfläche. Er denkt also ist er. Aber halt, sein Denken ist nicht so richtig messbar. Höchstens die Schatten seines Denkens im EEG sichtbar. Da fehlt also etwas.  

 

Fügen wir daher eine innere Dimension dazu welche man von außen nur interpretieren kann. Man muss ihn schon befragen darüber was er denkt und bekommt dann eventuell eine ehrliche Antwort oder auch nicht. Diese Seite unseres selbstbestimmten Halbgottes ist Tiefe, nur interpretierbar, der Erfahrungsraum nur selbst erfahrbar. Damit hätten wir also schon zwei Seiten unseres Menschen aufgezeigt.  Innen und außen, Oberfläche und Tiefe.

 

Jetzt ist mir aber kein Mensch bekannt welcher als so völlig einsamer Halbgott, seine selbstbestimmte Individualität frönend auf unserer Erde je existiert hätte. Kein Mensch kann hier allein existieren! Jeder ist geprägt und bestimmt durch Eltern, Lehrer, Menschen seines Umfeld und Lebenswegs. Es kann also nicht so ganz die Wahrheit sein, diese individuelle Superexistenz. Es gibt immer ein Prägendes WIR, welches zur Bildung der Identität des Menschen gehört. Mit einem Wolfsrudel als Ersatz wird er auf allen Vieren laufen und bellen. Tarzan schwang sich bekanntlich von Liane zu Liane, kratze sich am Hintern und aß Bananen, was auch nicht unbedingt dem Bild eines europäisch geprägten Halbgottes entspricht. Wir ergänzen unseren Menschen daher durch eine WIR-Seite und teilen sie, ausgehend von unserer Erfahrung mit dem ICH, auch gleich in ein INNEN und AUSSEN.

AUSSEN – Beobachtbare Komponenten eines WIR – wie das Heulen der Wölfe in einem Rudel oder das verschleiern von Frauen in islamischen Gemeinschaften kann man versuchen zu interpretieren, wirklich verstehen kann man sie nur durch Erfahren selbiger wenn man selbst zu diesen Gemeinschaften gehört, innerhalb dieses INNEREN WIR lebt.

Damit hätten wir unseren Kompass des Menschen komplett und können ihn zu seinem Verständnis nutzen.

 Da die Motivation des „selbstbestimmten“ Handelns unseres Menschen aus seinem Inneren, seiner Tiefe kommt muss es von höchster Bedeutung sein wie das seine Identität prägende Verhältnis zwischen INNEREM ICH zum INNEREN WIR ist. Jede extreme Übergewichtung  einer Seite wird dabei in unserer Gesellschaft als psychologische Störung wahrgenommen. Extrem ICH = Egozentrisch / extrem WIR = Borderline Störung. Das Idealbild des selbstbestimmten Individuums europäischer Prägung, unseres eingangs zitierten Marcus Pretzell, kommt daher für mich schon stark einem egozentrischen A-Loch-Menschen gleich. Genau das halte ich auch für einen der Hauptfehler in der Einordnung menschlicher Existenz in der heutigen Zeit, denn es gibt keinen Erfolg, keine Handlung, keinen Sieg eines Menschen in unserer Welt welcher nur rein aus seinem ICH entstehen könnte. Das Bild des gebildeten, erfolgreichen, kapitalistisch – neoliberalen Übermenschen entsteht einfach nur durch Ausradierung  des Beitrags seiner Gemeinschaft an seinen „Siegen“. Daher ist auch das Einbehalten des Preises seiner Siege letztlich nichts anderes als der Raub an seiner eigenen Gemeinschaft, seinem WIR.

Kommen wir an dieser Stelle zurück zu Frauke Petry und Sahra Wagenknecht und dem angeblichen Rechts-Links Widerspruch.


Nach der aus der Hermetik bekannten Gesetzmäßigkeit „ Wie oben so unten, wie im kleinen so im großen“ folgernd können wir dazu unseren 4 Quadranten Kompass auf die Ebene der Gesellschaft übertragen. Wie bereits in  meinen vorherigen Artikel beschrieben lässt sich so schnell erkennen das sich die westliche Gesellschaft nach dem Ende des kalten Krieges extrem in die Richtung des ICH, des Individualismus verschoben hat. Diese war eine direkte Folge des „Sieges“ des US-Amerikanischen Gesellschaftsmodells welches schon immer stark ICH-lastig war. In den folgenden Jahren nahm diese Verschiebung noch weiter zu und wurde auch von allen anderen westlichen Nationen nachvollzogen. Schlagworte wie Globalisierung und De-Regulierung waren Kennzeichen dieses Wandels.

In Folge dessen sind heute alle westlichen Nationen in ihrer Inneren Ausrichtung, Kultur und den Beziehungen der Menschen untereinander dadurch extrem weit „Rechts“ im ICH-Quadranten. Der Individualismus ist alles, das WIR, die Gemeinschaften spielen wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle. Dies mag sich auf den ersten Blick, schick formuliert, sicher erst einmal richtig anhören ist aber in seiner Konsequenz eine Lüge, denn steht das ICH über dem WIR ist ein Schädigen der Gemeinschaft durch das sich verwirklichende Individuum akzeptierte Konsequenz. Die Reklamation jedweder „Erfolge“ als Leistung des Individuums negiert den Anteil der Gemeinschaft an selbigen und gestattet letztlich die Ausbeutung vieler durch einzelne, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen bis hin zu den modernen Formen von Sklaverei. 


  

Der große Trugschluß welchem besonders LINKE an dieser Stelle, in welche sich die westlichen Gesellschaften manövriert haben, ist das es eben nicht Fortschrittlich ist hier nur für die Gleichberechtigung der Sklaven untereinander zu streiten, sich dafür einzusetzen das alle Geschlechter, sexuelle Orientierungen oder Hautfarben der Sklaven gleich ausgebeutet werden, sondern  dafür zu sorgen die Gesellschaft durch eine Bewegung zu einem ausgeglichenen ICH-WIR Verhältniss diese Ausbeutung verhindert, das Sklaventum wieder beseitigt. Die LINKE Zerbröselung des WIR in immer neue gleich zu berechtigende Teile verliert sich immer weiter in der egozentrischen Gesellschaft. Hier liegt der Knackpukt, da die heilende Bewegung, Richtung WIR, momentan in genau die gleiche Richtung geht welche Nationalisten oder auch AFD zu gehen versuchen. Die Linke muss dabei dann nur ein deutliches Stück weiter.


  

Die höchste Form der Gemeinschaft, des gesellschaftlichen WIR stellt heute die Nation, der Nationalstaat dar. Dies lässt sich leicht daran erkennen das dies die gesellschaftliche Organisation ist welche in der Lage ist nach innen und außen ihr funktionieren selbst zu gewährleisten. Es ist daher logisch das die Bewegung der Gesellschaften zurück zum ausgeglichenen ICH-WIR-Verhältniss eine Bewegung zur Stärkung der Nation, des Nationalstaates ist.


Dieser Weg ist nicht rückschrittlich wie von vielen Propagandisten der Einen Welt gern behauptet.Vielmehr ist die Errichtung optimaler, perfekter National-Staaten die Grundbedingung für deren Evolution, durch Integration mehrerer, zu einer neuen höheren gesellschaftlichen Organisationsform. Derart ausgeglichene Nationalstaaten sind in der Geschichte bisher durch verschiedene starke Fehlentwicklungen noch nie erreicht worden. Vielmehr führten besagte Fehlenwicklungen in der Geschichte zu sehr viel Kummer und Leid. Der Denkfehler welchem viele heute desshalb aufsitzen ist das der Nationalstaat zur Verhinderung erneuten Leides abzuschaffen und durch ein höheres Konstrukt wie beispielsweise die EU oder gar einer Weltregierung zu ersetzen ist.


In der Konsequenz wäre diese Vorgehensweise gleich der Zerstörung der kompletten Zellebene eines Menschen weil er mit einem Makel gebohren wurde. Zerstört man die grundlegenderen Ebenen einer Gemeinschaft zerfällt auch die höhere Organisation, in diesem Beispiel der Mensch. Und zerstört man die Nationalstaaten wird daraus sicher keine höher Organisationform entstehen.  



Was ist LINKS in der Gesellschaft?

oder

Warum die moderne LINKE so weit Rechts ist

Der Kompass

Als mit der französischen Revolution von 1789-1799 die Idee von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aufkamen war dies die Geburtsstunde LINKER Ideologie. Es war der Gedanke einer Gemeinschaft, eines WIR welcher sich damit zu formieren begann und durch seine Ausformung der Gerechtigkeit im Zusammenleben der Menschen in den zu diesem Zeitpunkt Staaten  Rechnung trug. Das dieses WIR, Grundbedingung  für besagte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit war stand damals außer Frage, denn zum einen funktionieren diese Ideale nur innerhalb des Kontextes einer Gemeinschaft  und zum anderen können sie auch nur aus einer solchen als Prinzipien entstehen.  Moral und Ethik sind nicht Gottgegeben und auch keine Naturgesetze. Sie entstehen durch die ideelle Reifung des gesellschaftlichen Zusammenlebens in einem Land, Gemeinschaft, einem WIR. Das diese Gemeinschaft als Zusammenfassung von Menschen welche etwas gemein haben (Sprache, Sitten, Bräuche, Kultur) natürlich auch eine Abgrenzung gegen andere Gemeinschaften darstellt ist dabei kein Widerspruch, bildet es doch erst die Möglichkeit der mit dem WIR rückgekoppelten Identitätsbildung der Individuen. Gleichzeitig fördert es aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinschaften, ähnlicher Grundwerte, da dies zum Vorteil der eigenen ist und verhindert andererseits  Einmischungen in andere Gemeinschaften auf Grund der zu erwartenden Negativwirkung  auf die eigene.

Gleichzeitig existierte aber auch weiterhin die Gesellschaftliche Grundideologie des Primat des Individuums, des ICH. Gemeinschaftliche, WIR –Zusammenhänge werden in selbiger (bis hin zur vollständigen Negierung im modernen Neoliberalismus) immer dem Individuum untergeordnet.  Die Ideologie des ICH legt damit das teilweise auch heute noch akzeptierte gesellschaftliche Grundverständnis zum  Beherrschen  vieler Individuen durch einzelne, wie es schon im Feudalismus ausgelebt wurde. Anders formuliert, wenn die freie unbegrenzte Entwicklung des Individuums höchstes Gesellschaftliches Ziel ist,  ist die Unterdrückung vieler durch eins akzeptiertes Ergebnis. Auf der anderen Seit führt eine Überbetonung des WIR in einer Gesellschaft letztlich zur völligen Unterordnung und Negierung des Individuums, zu einer Art Stalin-Kommunismus.

Dem gelebten ICH-WIR-Verhältnis innerhalb eines Gesellschaftssystems folgen letztlich auch die aus diesem resultierenden Wirtschafts- und  Herrschaftssysteme im Äußeren. Sie sind diesem folgend wirken aber auch auf selbiges zurück. Nur in einer Gesellschaft in welcher das ICH höher steht als das WIR sind zum Beispiel kapitalistische Ausbeutungsmechanismen möglich. Diese Mechanismen können aber wiederum Änderungen nach innen bewirken. In diesen Systemen ist die  häufig anzutreffende Herrschaftsform, die Repräsentativen Demokratie. Diese ist speziell auf den Erhalt derartiger ICH-WIR-Verhältnisse zu geschnitten.

 

Letztlich können wir also festhalten, das LINKS die Bewegung zu mehr WIR und RECHTS die Bewegung zu mehr ICH in einer realen Gemeinschaft ist. Wirtschafts- und Finanzsystem sowie Herrschaftsorganisation richten sich in einer Gesellschaft nach dem von ihr gelebten ICH-WIR-Verhältnisse aus.

 

Gemeinschaften

 

Bei der Bertachtung von Gemeinschaften sind bezogen auf ihr Endstehen die folgenden Varianten zu unterscheiden, von welchen nur die reale Gemeinschaft als WIR-gebende in Frage kommt:  

1.     Reale Gemeinschaften. Diese haben sich im Laufe der menschlichen Entwicklungen von der Familie über Klans und Stämme, Fürstentümern/Länder bis hin zu Nationen/Völkern entwickelt. Sie sind Hierarchisch wobei die jeweils nächst höhere Gemeinschaftsform die vorherigen grundlegenden Integriert. Wesentlich dafür ist das diese integrierten Gemeinschaften eine ähnliche Grundausrichtung  bezüglich des Zusammenlebens in Sachen Sprache, Sitten, Bräuche und Kultur gemein haben. Ist dies nicht mehr gewährleistet fällt die Gemeinschaft auf ihre Vorstufen zurück. (Nationen zerfallen zu Ländern, Fürstentümern, Clans) Dieser Zerfall wird manchmal durch eine Zwangsgemeinschaft künstlich aufgehalten, was sie in diesem Fall zwar immer noch als reale Gemeinschaft erscheinen, die echten gemeinschaftlichen Interaktionen aber nur noch auf den Vorstufengemeinschaften stattfinden lässt.

Reale Gemeinschaften haben immer die Möglichkeit sich mit ihnen ähnlichen zu einer noch höheren Gemeinschaft zu Entwickeln. Die Ausgangsgemeinschaften werden dabei immer in die höhere Gemeinschaft integriert. Entsprechende Versuche derartiges  künstlich zu erreichen, wie bei der EU geschehen werden letztlich aber immer scheitern.

 

 

 

 

2.     Zwangsgemeinschaften. Diese Art Gemeinschaft ist ein mit Zwang geschaffener und nur durch Zwang zu erhaltender Zusammenschluss verschiedener niederer Gemeinschaften unterschiedlicher Grundausrichtungen. Wesentliche Interaktionen innerhalb derartiger Systeme finden meist als Abwehr gegen den Zwang der sie umschließenden höheren Gemeinschaft sowie Kampf zwischen den niederen Gemeinschaften untereinander statt. Der dieses System zusammenhaltende Zwang wird über die Wirtschafts- oder  Herrschaftsform im Äußeren erzeugt. Derartige Gemeinschaften werden oft als multikulturelle Gesellschaften bezeichnet und von sehr weit im rechten Quadranten gelebten Systemen als erstrebenswerte  Gesellschaftsvisionen verkauft.

3.     Pseudogemeinschaften. Je weiter sich eine Gesellschaft auf unserem Kompass Rechts, im ICH Bereich, befindet desto mehr führt das damit verbundene Fehlen des Auslebens der echten Gemeinschaft zu Problemen da dieses ein notwendiger Teil der Identitätsbildung eines Menschen darstellt. Um diesen Verlust zu kompensieren werden daher für die Identitätsbildung Pseudogemeinschaften konstruiert oder sogar von der Gesellschaft selbst angeboten. Diese können  Pseudoidentitätsstiftenden Konsumgüter, Zugehörigkeiten zu Clubs bis hin zu Konzernzugehörigkeiten sein.

 

Geschichte

 

Nehmen wir nun unseren Kompass und schauen uns ein paar Gesellschaften der Vergangenheit an.

   

UdSSR – Die UdSSR befand sich gesellschaftlich auf einem extrem weiten Links-Kurs. Das WIR nahm eine derart hohe Stellung ein das großen Teilen der Bevölkerung die Entwicklung ihrer Individualität nicht möglich war. Dies führte zwangsläufig zu Widerständen innerhalb der Gesellschaft. Ein Gesellschaftssystem wie dieses hat durch die extreme Schieflage aber meist die Eigenschaft sich automatisch weiter in die Richtung der Schieflage zu bewegen. Dies erhöht die Spannungen weiter. Letztlich führt dies entweder zur vollständigen Zerstörung von Individualität oder aber zum Zerreißen der Gesellschaft bei gleichzeitigem Überschwingen auf die Gegenseite. Dies war in beim Zerfall der UdSSR deutlich zu beobachten. Folgen wie die Bildung von superreichen Oligarchen(ICH) bei gleichzeitiger Verarmung der Massen waren Ausdruck dieses Überschwingens. Glücklicherweise wurde diese Entwicklung durch die Präsidentschaft Wladimir Putins mittlerweile gestoppt und teilweise wieder repariert.   

 

USA – Die USA waren schon immer ein Sonderfall. Da ihre Entstehung von Beginn an von starken Migrationsströmen von  Menschen unterschiedlicher  Grundausrichtungen geprägt war gab es eigentlich keinen Zeitpunkt an welchem dieses Land mehrheitlich aus einer echten Gemeinschaft bestand.  Vielmehr waren die USA schon immer eher eine Zwangsgemeinschaft verschiedener Gemeinschaften. Interessanterweise blieb der Unterschied in der Grundausrichtung der Verschiedenen Teilgemeinschaften auch über Generationen erhalten und glichen sich kaum an. Daraus folgte das die Gesellschaft dieses Land schon immer extrem Rechts, im ICH Quadranten gelebt wurde. Eine Bewegung bis in den WIR Quadranten ist diesem Land, in dieser Konstellation schlicht unmöglich. Dies ist auch der Grund aus welchem es in den USA, aus Europäischer Sicht, keine wirkliche LINKE gibt. Das Gesamtsystem ist viel zu weit rechts. Ein weitere Folge dieser fehlenden Wahrnehmungsfähigkeit für reale Gemeinschaft ist das unverblümte agieren der Eliten dieses Landes gegen andere Gemeinschaften. Um eigene Ziele zu erreichen, zum Beispiel einen erklärten Diktator zu beseitigen, werden Millionen Menschen seiner Gemeinschaft komplett geopfert, da es für diese Zusammenhänge in der amerikanischen  Gesellschaft keine Empathie gibt.


BRD – Die BRD in ihrer Ausführung der Bonner Republik wurde zwar dem amerikanischen System nachempfunden, in seiner Ausführung aber deutlich näher dem ICH-WIR-Gleichgewicht angelegt. Der Schwerpunkt lag natürlich trotzdem auf der ICH-Seite. Dies zog ein kapitalistisches Wirtschaftssystem nach sich welches zum Abfedern der Auswirkungen für die Massen mittels einer Sozialkomponente versehen war. Diesem Wirtschaftssystem war es möglich über viele Jahre äußerste erfolgreich zu sein, da es auf Grund seiner Schwerpunktlage auch die Ausbeutung anderer Gemeinschaften zuließ, die negativen Folgen des Systems für die eigene Bevölkerung aber schwächte.

Mit Ende des kalten Krieges und der deutschen Widervereinigung verlor diese Abfedernde Komponente des Systems seine Notwendigkeit und wurde in den folgenden Jahren in Richtung des US-Amerikanischen System entwickelt, was auch auf das gelebte ICH-WIR-Verhältnis in der Gesellschaft zurückkoppelte und es in Richtung Neoliberalismus(Rechts) verschob. 


DDR – Die DDR war von den hier betrachteten Systemen jenes welchem dem ICH-WIR-Gleichgewicht am nächsten kam. Sein Schwerpunkt lag allerdings auf der WIR-Seite. Trotzdem wird es heute von vielen als sehr negativ eingeschätzt. Gründe dafür liegen in seiner relativ geringen Größe und den Kompromissen welche es auf Grund seiner ungünstigen Position zwischen den zwei konkurrierenden Hauptsystemen dieser Zeit eingehen musste. Ausbildung, Sozialleistungen und  Zusammengehörigkeit waren trotz alledem beispielhaft und auch wenn es heut gern anders dargestellt wird schaffte es dieses kleine Land ohne die Ausbeutung anderer Gemeinschaften, einzig mit der Leistung seiner Menschen, an die 8. Stelle der Industrieländer jener Zeit.     

 

Gegenwart

 

Die in den letzten Jahrzenten so oft besungene Globalisierung ist letztlich nichts anderes als die Bewegung aller westlichen Gemeinschaften nach rechts, bis zum Anschlag am Rand des ICH-Quadranten. Da dadurch die Wahrnehmung/ das Ausleben echter Gemeinschaften in der westlich Welt so gut wie vollkommen verschwand, kam es in der Folge zu einem dramatischen Ausverkauf der Interessen der eigenen Bevölkerung,  sowie einer vollkommene Missachtung von Werten wie Souveränität und Nichteinmischung in fremde Gemeinschaften/Nationen. Überfälle und Kriege des Westens zur angeblichen Beseitigung plötzlich unliebsam gewordener Diktatoren forderten Millionen Menschenleben fremder Gemeinschaften. Das aus dieser Position resultierende Wirtschaftssystem ist eines der ungerechtesten das der Welt je wütete.

Da sich aber auch die LINKE der westlichen Länder plötzlich im extrem rechten Quadranten befand war sie, der dortigen Logik folgend, nicht mehr in der Lage diesen Entwicklungen ernsthaft entgegenzutreten. Es kam zu einer existenziellen Krise der LINKEN. Da sie in einer Gesellschaft ihre Position bisher grundsätzlich durch Gegenausrichtung zur RECHTEN Seite definierte, diese aber am Rand des Ich-Quadranten nicht mehr existiert, begann sie die Verhältnisse zu spiegeln. Dadurch wurde für die LINKE jede Bewegung der Gesellschaft zurück in Richtung echte Gemeinschaft, WIR, zu einer RECHTEN umdefiniert. Die entgegengesetzte Richtung ihrer neuen gespiegelten Welt komplettierten sie durch eine Pseudo-Welt-Gemeinschaft, welche in dieser Form aber genauso wenig existiert wie etwa eine Interplanetare Gemeinschaft.

Das tragische an dieser verwirrten Neuausrichtung der westlichen LINKEN ist das sie mit der Akzeptanz der Position der Gesellschaft am äußeren Rand des ICH-Quadranten genau diese Zukunftsvision einer zusammengewachsenen integrierten  Weltgemeinschaft aus souveränen nationalen Gemeinschaften schlichtweg verhindern.  Statt darauf hinzuarbeiten die Gesellschaft wieder in eine starke Position der echten Gemeinschaft zu bewegen begann sie die neoliberalen  Kräfte noch zu unterstützen in dem sie den Menschen Teilhabeverzicht zur Aufrechterhaltung einer irrwitzigen Welt- Wettbewerbsfähigkeit zu predigen. Die durch das westliche Imperium angezettelten Kriege wurden nicht mit höchster Priorität bekämpft und abgestellt sondern in ihrer Wichtigkeit einer Führsorge und Aufnahmelogik für Menschen welchen vor selbigen fliehen untergeordnet. Das Beenden der Kriege wurde Zweitrangig. Das weitere Ausbeuten der Ressourcen fremder Gemeinschaften durch die eigenen Konzerne quasi legitimiert. Statt die eigene Gemeinschaft zu stärken und sie damit wieder zu befähigen anderen Gemeinschaften helfend bei Seite zu stehen wurde ein Kurs eigeschlagen welcher sie weiter erodiert. Millionen Menschen wurden durch unhaltbare Heilsversprechungen ihren eigenen Gemeinschaften entzogen um ihre Leben zukünftig  in einem westlichen perspektivlosen Ersatz-Arbeits-Heer zu fristen. Dies ist nicht nur ein Raub an Mitgliedern dieser fremden Gemeinschaften, sondern führt durch Vergrößerung der nicht integrierten Teilgemeinschaften in unserer  Gesellschaft über kurz oder lang zu Problemen weiterhin eine reale Mehrheitsgemeinschaft bilden zu können. Die gesellschaftliche Position im ICH-Quadranten würde damit zementiert, ein Zurück zu mehr WIR unmöglich gemacht.

   

Letztlich bleibt damit eine Erkenntnis. Wenn die LINKE sich ernsthaft wieder an der Genesung der westlichen Gesellschaften beteiligen will muss sie erkennen, das die aktuellen nationalen Tendenzen in der Bevölkerung die Bestrebungen nach einem Ausgleich des Gemeinschaftsverlustes in der aktuellen Situation sind.

Der Weg zur Normalisierung  führt dabei für die LINKE ein großes Stück weit in die gleiche Richtung wie der der AFD und anderer nationaler  Vereinigungen und dann darüber hinaus. Nur so lässt sich wieder ein WIR schaffen welches mit anderen in der Lage ist die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ein Ort von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.


 

 

 

 

 

 

 

 


 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


 



   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

Letzte Änderung:

25.10.2017

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