Die Mär von den westlichen Werten


Als westliche Werte werden heute meist die staatliche Herrschaftsform der Demokratie, beruhend auf einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, definiert. Diese werden zusätzlich durch Begriffe wie Bürger- Menschenrechte, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Gleichheit erweitert und als vom Christentum geprägt festgelegt.
Dabei ist die Vereinnahmung all dieser Begriffe durch die Deklaration des westlichen Wertesystems an sich schon anmaßend. Es sei daher ein kurzer Blick auf die Auslegung und das Ausleben dieser Werte, innerhalb der europäischen und amerikanischen Staaten, welche sich als dem westlichen Wertesystem zugehörend definieren, gestattet.

Demokratie:
Der Demokratie-Begriff wird meist als aus der griechischen Antike stammend gedeutet und mit „Herrschaft des Volkes“ übersetzt. Dies ist falsch da der Begriff im Original die Bezeichnung für die damals geläufige Lokaldiktatur, Dorf-Herrschaft-Struktur ist.
Unabhängig davon wird die Demokratie, im speziellen die repräsentative Demokratie, in der heutigen Zeit gern als die modernste Herrschaftsform definiert, in welcher alle Macht innerhalb eines Staates vom Volke ausgeht. Ausdruck dieser Machtausübung durch das Volk sollen die in regelmäßigen Abständen stattfindenden freien Wahlen sein.
Schaut man sich das System genau an, stellt man fest das es keine wirklich effektiven Strukturen für eine Machtausübung durch das Volk enthält. Sie wird allein durch den Staats-Souverän, einer sich in einer Demokratie bildenden Politiker-Kaste, ausgeübt. Diese wiederum unterliegt deutlichen Zwängen durch die innerhalb eines Staates aktiven Medien welche durch die Finanz-Oligarchie gesteuert werden.
Da sich die Teile der jeweiligen Politiker-Kasten stets nur aus sich selbst heraus erneuern (Politik-Clans wie  z.B. Familie Busch, Kennedy oder de Maiziere) oder aber durch entsprechend Systemkonforme Neuzugänge auffrischen, kann von ihnen als Repräsentanten des Volkes keine Rede sein. Vielmehr neigen sie dadurch dazu sich als Elite und Erzieher des Volkes zu sehen und aufzuführen.
Zusätzlich führt dieses System dazu, das die eigentlich als Wahlalternativen gedachten, unterschiedlichen Teile der Politiker-Kasten (Parteien), sich hinsichtlich ihrer Programme zunehmend angleichen. Diese Angleichung folgt konsequenterweise aus der Abhängigkeit der Politik von Medien und Finanzoligarchie sowie Selbsterhaltungtrieb.
Damit führen sie die als Mitbestimmungsmöglichkeit für das Volk definierten Wahlen ad absurdum, da sie letztlich keine andere Wahl lassen als die Farbe des Systems.
Es bleibt also festzuhalten das der westliche Demokratie-Wert letztlich nichts anderes als die Festschreibung der Herrschaft dar Finanzoligarchie über das Volk ist.

Bürgerrechte:
Als Bürgerrechte werden meist das allgemeine Wahlrecht, das Recht auf eine gute Verwaltung, Zugang zu Dokumentationen, Bürgerbeauftragte, Petitionsrecht, Freizügigkeit und diplomatischer Schutz deklariert.
Dabei wurde auf die Sinnfreiheit der Wahlen hier bereits hingewiesen. Dieses Recht reduziert sich eher auf das Recht das bestehende Herrschaftssystem quasi zu legalisieren.
Obwohl die weiteren aufgeführten Rechte in den meisten westlichen Staaten zwar existieren, unterliegen sie in den letzten Jahren, im Zuge von „Kampf gegen den Terror“-Vorwänden immer weiterer Einschränkungen.
Die Bürgerrechte werden somit von der westlichen Wertegemeinschaft selbst immer weiter erodiert und können somit kein umunstößlicher Wert sein.

Menschenrechte:
 werden meist als Abwehr und Schutzrechte des Bürgers gegen den Staat zum Schutz seiner Freiheitssphäre und vor Staatlicher Willkür verstanden.
Nach  Demonstrationsauflösungen wie Stuttgard 21, Hartz 4 und CIA Folterbericht braucht darauf sicher nicht weiter eingegangen werden.
Menschenrechte gelten in der westlichen Wertegemeinschaft scheinbar nur bedingt und können somit kein unumsößlicher Wert sein.

Freiheit:
Diese wird in der westlichen Wertegemeinschaft meist als universelle äußere Freiheit, zumeist von Politikern ohne echte innhaltliche Aussagen und Gedanken, proklamiert. (nicht wahr Herr Gauck?)
Sie existiert in dieser Form wie bereits im Artikel Freiheit ausgeführt nicht.
Es handelt sich somit meist nur um eine demagogische Phrase, da Freiheit nicht ohne Angabe des zugehörigen Kontextes und der sich daraus ergebenen Grenzen definiert werden kann.

Rechtsstaat:
In einem Rechtsstaat sind die verfassungsmäßigen Gewalten rechtlich gebunden. Er wird in seinem Handeln durch das Gesetz begrenzt um die Rechte des Einzelnen zu sichern und die Gleichheit aller vor dem Gesetz sicherzustellen.
Leider ist auch der Rechtsstaat wie bereits bezüglich der enthaltenen Bürger und Menschenrechten ausgeführt im Bergiff zu erodieren.
Auch scheint die Gleichheit vor dem Gesetz mittlerweile nur noch bedingt zu existieren. Wie sonnst ließen sich die fehlenden Anklagen gegen die Herren Kohl und Schäuble in der CDU Spendenaffäre oder die Herren Schröder und Fischer wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges erklären?

Gleichheit:
Das Gleichheitsprinziep besagt das alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind.
Die Umsetzung dieses Prinzips sollte somit in den bereits behandelten Punkten wie Rechtsstaatlichkeit, Bürger und Menschenrechten unumstößlich verankert sein.
Wie gezeigt ist es das nicht.

Christentum:
Du sollst neben mir keine anderen Götter haben - auch nicht Geld und Macht
Du sollst nicht morden - auch nicht in Afganistan, Irak, Syrien, Lybien, Jemen, Jugoslawien ..
Du sollst nichts falsches gegen deinen Nächsten aussagen - auch keine Massenvernichtungswaffen erfinden, nicht ständig Russland beschuldigen ..
Du sollst nicht stehlen - im kapitalistischen Wirtschaftssystem???

Fazit:
Alles was es als westliche Werte eventuell einmal gegeben hat scheint durch den Westen selbst bereits deutlich reduziert und teilweise schon völlig beseitigt zu sein. Den Rest gab es in der deklarierten Form nie.
Mit Sicherheit war dafür auch kein äußerer Einfluss verantwortlich gegen den es sich zu verteidigen gilt. 

 

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